Voltaire, Questions sur les miracles

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Entgegen vieler Interpretationen existiert ein Zusammenhang von Wahrnehmung, Verarbeitung und Aktion. Das hört sich abstrakt an, ist aber eine lebenswichtige Erkenntnis. Sehr verkürzt kann gesagt werden, dass ein soziales System folgendermaßen mit den Erscheinungen umgeht: die einzelnen Subjekte nehmen die Eindrücke, die auf sie einwirken, wahr. Die verschiedenen subjektiven Eindrücke formen sich in der Interaktion zu einer Art kollektiven Wahrnehmung. Deren Resultat sind die Ideen, die über das Erlebte in Umlauf sind. Aus den Ideen kristallisiert sich, wiederum in der Interaktion, ein Handlungskonzept, aus dem gesellschaftliche Taten entstehen, die als Politik zu identifizieren sind.

Es hängt von der wahrgenommenen Realität in sehr starkem Maße ab, welche Ideen daraus geformt und welche politische Realisierungsgewalt aus ihnen entsteht. Es ist kein Zufall, sich jetzt, in diesem Augenblick, diesem Nexus zu widmen. Es wird nämlich sehr viel unternommen, um Eindrücke, die nicht einfach zu verarbeiten sind, in eine Wahrnehmungsrichtung zu steuern, die bestimmte…

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