Claras Chronik 17.02.2015

bittemito

Mein lieber Victor, ich vermag es nun wieder, Ihnen zu schreiben. Warum erst jetzt, nach so langer Zeit, werden Sie sich zurechtlich fragen. Lieber Freund, ich mußte erst die Schönheit des Seins und die Wertigkeit des eigenen Tuns wiederentdecken. Mir hatte sich zuviel Grauen innenpupillig eingelaugt. Mit dem heutigen Tag gelang es mir, denn ich fand den Grund warum auf diesem paradiesischem Eiland klagender Krähgesang die Nächte durchdringt. Und mir ist, als könnte ich Ihnen nun wohldosiert, mit Feinstfeder niedergeschrieben von meinem Kummer berichten, der Nacht um Nacht mit dem Hahnengetön klagkehlendkaskadiert. Ich tauche den Kiel, mühsam gehärtet in die ebenso mühselig gesammelte sepiatische Tinte…   Langsam schließen sich die brennenden salzschwelenden Wunden, die die splitternden Schiffsplanken und die herumsirrenden Taue mir zusätzlich zu den Quälereien der rohen Mannsgestalten zufügten. Mich deucht, auch mein Verstand heilt langsam gleich meinem Körper. Was mehr an mir gierschlundete, ob die Unmengen an brülltosendem…

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