Cyclamenwinterjungkätzchendufterinnerung

bittemito

War es ein zeitiger Krachkaltherbstwinter oder ein spätschneebruchlenziger? Wahrscheinlicher erscheint mir in meiner Erinnerung der Herbst, denn die da geworfenen Kätzchen galten seit jeher als schwächlich und weniger lebensfähig. Erinnerungssicher, wie innenhäutig eintätowiert jedoch das Bild: Die fiependen Fellbündelchen mit ihren Nochzuaugenhügeln, wie hindrapiert auf frotteeigem Untergrund da zwischen Ominkels Alpenveilchen im Zwischenraum der Altdoppelfenster. Von außen drückte sich Schneeweißlast gegen das Kaltglas, vom eisigen Ostwind fensterbankig aufgetürmt, innen kroch Beschlag die Scheibe empor, der regelmäßig in den Frostklirrnächten zu schönsten Eisblumen erstarrte. Um ihre geliebten Cyclamen vor Kaltzugluft zu schützen, legte Ominkel winters immer Aussortierttücher an die Holzrahmen und ließ tagsüber die inneren Fensterflügel offen. Das hatte sich die Altkatze, Meutenführerin im Gehöft an der Biegung des Flußes, zunutzen gemacht und ihren Außerderreihewurf zwischen die Blumen gelegt. Um ein paar Tage später für immer zu verschwinden. Ließ uns diese drei Minieigenduplikate zurück. Was tun? Nicht überlebensfähig, so sprach der…

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