zornige Zeiten

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Zornige Zeiten wollen ein Bild oder einen Schrei oder einen Tritt (ohne Arsch). Zorn braucht Raum, wie Liebe und Schönheit, keine Schwerter, kein Blut, nur Raum. Er will Gehör und Ansehen, kein mitgefühlduselndes Verständnis, keine schalldichten Wände, keine Sandsäcke.

Zorn ist eine Stimme im Chorgesang, die nicht schönfärbt im gefälligen Sopran, eine, die in den Ohren schrillt, verzerrtes Gesicht. Zorn hat den Narren zum Bruder, mit Lachen bis zum Ersticken, wahr sprechen beide.

Du darfst lachen, aber du sollst nicht zornig sein, beherrsch dich! Beherrsch dich heisst: lass dich von anderer Das-tut-man-das-tut-man-nicht beherrschen, lenken, schlucken. Am Ende gibt es nichts zu erzählen, nichts bleibt, Schatten des Selbsts im Leben, spurlos im Tod. Eisenherz oder Hasenfuss, Goldherz und Adlers Schwingen?

Feuer lodert, Meer wellt, Wolken ziehen, Nebel steigen und fallen, Wind weht, mal ist es Liebe, mal ist es Zorn. Wer will meins ermessen, wie ich deins? Schichten und Ringe, Zwischenstation…

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