Angst

Gescheuchten Igel

Wir haben verlernt mutig zu sein. Mit vorgebeugten Schultern und hängendem Kopf oder mit kerzengradem Schritt und falschem Lächeln schlängeln wir uns durch unsere Leben. Wir sagen, wir seien auf der Suche. Und dass es gut ist, wenn diese Suche nicht aufhöre, denn sie treibe uns an, treibe uns weiter und eröffne neue Horizonte. Einen Horizont nach dem anderen. Aber sind es wirklich neue Horizonte? Und durchschreiten wir sie dauerhaft?

Wir nicken wissend, wenn wir Selbsthilfebücher lesen, und erkennen Situationen und dargestellte Menschen wieder. Vielleicht auch uns selbst. Ja, wahrscheinlich im Herzen auch uns selbst in diesen von irgendwelchen Menschen verfassten Schriften, die angeblich helfen wollen, aber doch hauptsächlich zu deren Lebensunterhalt beitragen.

Wir fürchten die Nachrichten und können sie doch nicht nicht wahrnehmen: Überall Kriege, überall Leid, überall die Möglichkeit, eine schreckliche Krankheit aufzuschnappen. Wir igeln uns ein. In Deutschland sind wir sicher. Wir haben alles, was wir brauchen…

Ursprünglichen Post anzeigen 118 weitere Wörter

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s