Der Mensch – eine mediale Figur?

Á.M. Perezáno ∙ Leben und Poesie

Unsere heutige Welt ist komplex vernetzt, sie erschafft permanent neue Räume der Kommunikation – und gleichsam eine Abhängigkeit von Informationskanälen. Gesellschaftlich integriert ist derjenige, der über einen Zugang zu jenen Kanälen verfügt oder sie zu manipulieren bzw. zu kontrollieren versteht. Die jeweilige Stellung des Einzelnen innerhalb dieser Kommunikationssysteme entscheidet über seine Position innerhalb der Gesellschaft. Das Individuum wird zum Subjekt seiner eigenen medialen Vermarktung.
Der Ausstieg aus dem gesellschaftlichen Betrieb, dessen integraler Bestandteil die neuen Medien sind, wird dadurch umso schwerer. Ein Austritt aus den globalen Kommunikationsräumen wird von den Menschen nicht länger als reale Option wahrgenommen. Stattdessen dominiert die Furcht vor den Konsequenzen eines Ausstiegs: Dieser wird als gleichbedeutend mit der sozialen Isolation angesehen. – Das Kappen der medialen Informationskanäle erscheint wie der Eintritt ins geistige Exil.

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