Paradigmenwechsel im Spionageroman

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John le Carré. A Delicate Truth

Wenn es ein Synonym für den Spionageroman gibt, der sich aus dem Kalten Krieg gespeist hat, dann ist es der von John Le Carré. Letzterer, Jahrgang 1931, ist Brite mit kosmopolitischer Provenienz. Studiert hatte er in Oxford und Bern, bevor in Eton selbst lehrte und danach kurzzeitig dem Britischen Geheimdienst während des Kalten Krieges diente. Seitdem, und das sind mittlerweile mehr als fünfzig Jahre, lebt er von seinen Büchern. Es wundert kaum, dass genau die Periode, deren Zeitzeuge aus nächster Nähe war, den Stoff für seine zahlreichen Romane bildete, die seitdem folgen sollten. Wer allerdings glaubte, mit dem Ende des Ost-West-Konfliktes habe sich le Carré entweder in das Schweigen oder der Thematisierung des ewig Gestrigen begeben, der wurde positiv enttäuscht. Hatten im Machtkampf der USA und der UdSSR die profilierten und stereotypen Spione eines revanchistischen Weltbildes dominiert, so wechselte le Carré die Felder seiner…

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